Landesliga Ost – Doppelwettkampftag Saison 2019/2020

Am 09. November 2019 fand in Tarmstedt der erste und zweite Wettkampftag der Landesliga Ost statt. Nach dem Aufstieg der Mannschaften aus Tarmstedt und Zeven waren wir nach der BSG OHZ auf Platz zwei gesetzt. Eine hohe Bürde, nach unserer Meinung. Gleich im ersten Match gegen den Aufsteiger Adolphsdorf war die Nervosität anzumerken und prompt ging dieses Match auch mit 2:6 Satzpunkten verloren. Auch im zweiten Match gegen Vegesack ging der Start ein wenig in die Hose. Schnell lagen wir mit 1:3 Satzpunkten im Hintertreffen. Jedoch kam dann die Wende. Die nächsten Sätze wurden gewonnen, so dass der erste Sieg mit 7:3 Satzpunkten eingefahren werden konnte. Die Matches gegen Lesumstotel, Lübberstedt, Blumenthal und Osterholz wurden alle gewonnen. Nach Abschluss des ersten Wettkampftages stand der Hagener SV auf Platz eins der Tabelle mit 12:2 Matchpunkten.

Am Nachmittag des 09. November 2019 ging es mit dem zweiten Wettkampftag weiter. Das erste Match gegen Lesumstotel ging mit 6:0 an uns. Nun passierte das, was eher nicht zu erwarten war. Gegen Vegesack wurde eine 5:1 Führung verspielt. Zum Ende stand es 5:5 nach Sätzen und die Matchpunkte wurden mit 1:1 geteilt. Es folgten dann relativ klare Erfolge gegen Osterholz, Lübberstedt und Adolphsdorf. Nur gegen Blumenthal gab es eine 4:6 Niederlage. Somit stand der Hagener SV am Ende des zweiten Wettkampftages weiterhin auf Platz eins der Tabelle mit 23:5 Matchpunkten. Dicht gefolgt von den Bogenschützen des Blumenthaler SV mit 19:9 und SV Adolphsdorf mit 18:10 Matchpunkten.

Es bleibt somit noch weiterhin spannend in der Liga. Egal ob es um die Frage des Auf- oder Abstiegs geht. Der dritte Wettkampftag am 11. Januar 2020 wird da ggf. ein wenig Klarheit bringen.

Für Hagen waren Vanessa Freitag, Maren Walker, Thomas Singer, Holger Monsees, Ina Mielke und Reiner Kottke am Start.

Erste Saison Landesliga Ost

Die erste Saison in der Landesliga Ost für Recurveschützen ist abgeschlossen. Mit einigem Erfolg wurden die Wettkampftage gemeistert und der Klassenerhalt geschafft. 

Der erste Wettkampftag war recht aufregend und wurde in Tarmstedt ausgetragen. Auf was müssen wir achten, was passiert und wie werden wir abschneiden? Mit drei Siegen und vier Niederlagen konnten wir recht zufrieden sein. Der sechste Platz in der Tabelle war erreicht. Im Fußball würde man sagen, kein Abstiegsrang oder Relegation. Aber wenn Bogenschießen einfach wäre, dann ….. (lassen wir das heute mal). An diesem Tag sind Ina Mielke, Klaus Rinke, Stephan Leier und Reiner Kottke angetreten. 

Nun sollte im Dezember zum ersten Mal in Hagen ein Wettkampftag abgehalten werden. Vorbereitungen wurden getroffen und die Halle besichtigt. Leider wurde völlig unerwartet die Genehmigung kurzfristig entzogen. Hier gab es wohl Abstimmungsprobleme zwischen der Gemeinde Hagen als Verwalter und dem Landkreis Cuxhaven als Eigentümer. Ersatz dafür wurde nicht gefunden, so dass kurzerhand der letzte Wettkampftag ein Doppelwettkampftag werden sollte. 

Der zweite Wettkampftag fand im Januar in Blumenthal statt. Frühes Aufstehen gehört wohl dazu. Franka Hergenröther und Maren Walker standen nun tatkräftig zur Verfügung und als Trainer ließ sich Michael Nackenhorst verpflichten. Klaus Rinke, Ina Mielke und Reiner Kottke komplettierten die Mannschaft. 

Wieder wurden drei Siege errungen und leider vier Niederlagen. Immerhin wurde der sechste Tabellenplatz gesichert. Leider war aber der Klassenverbleib noch nicht in trockenen Tüchern gebracht. Der dritte und vierte Wettkampftag musste nun die Entscheidung bringen. Es soll ja auch nicht langweilig werden. 

Der Doppelwettkampftag stand im Februar an. Die Fahrt ging nach Grasberg, wo die Schützen aus Adolphsdorf der Gastgeber war. Zu Beginn wurde von uns ein Präsentkorb als kleines Dankeschön überreicht für die Übernahme des Wettkampftages. Schließlich sollte der ja im Dezember in Hagen ausgetragen worden sein. Angetreten waren an diesem Tag Ina Mielke (frisch gekürte Landesmeisterin), Maren Walker, Franka Hergenröther, Klaus Rinke, Thomas Singer und Reiner Kottke. Trainer dieser „Erfolgstruppe“ war Michael Nackhorst. 

Es mussten zweimal die sieben Matches überstanden werden. Eine Herausforderung an Konzentration und Kraft. Morgens der dritte und nachmittags der vierte Wettkampftag. 

Am dritten Tag gab es zwei Niederlagen und ein Unentschieden (auch das gibt es) sowie drei Siege. Der fünfte Platz war erreicht und wertvolle Punkte gegen Relegation und Abstieg gesichert. Zum Teil wurden sehr knappe Ergebnisse erreicht, die nichts für schwache Nerven waren. An den Scheiben wurde um jeden Ring gefeilscht und gekämpft. 

Die vierte Runde wurde mit drei Niederlagen und vier Siegen abgeschlossen. Bemerkenswert war hier, dass wir das höchste Matchergebnis mit 217 Ringen beider Wettkampftage erringen konnten und ein wenig Resignation bei unserem Gegner 

Blumenthal ausgelöst haben. Mit 58er und 59er Passen war der Wiederstand dahin und mit 217 zu 199 Ringen ein eindeutiger Sieg errungen. Auch der Aufsteiger in die Landesverbandsliga, der BSC Wendisch-Evern, wurde an diesem Tag zweimal geschlagen. 

Die Recurveschützen des Hagener Schützenvereins sind in der Liga angekommen und haben Ihre Sporen verdient. 

Ina Mielke ist Landesmeisterin

Hagener Bogenschützen sind bei den Landesverbandsmeisterschaften vertreten.

Ina Mielke vom Hagner Schützenverein gewann am 21.01.2018 in Bersenbrück die Landesverbandsmeisterschaft der Recurveschützen in der Halle des Nordwestdeutschen Schützenbundes (NWDSB). In der Qualifikationsrunde belegte sie mit 555 Ringen den zweiten Platz und zog damit in das Finale der besten acht Schützinnen ein. Dort setzte sie sich mit 7:3 gegen Anke Hillenga (SSC Artland), mit 6:2 gegen Jutta Pepperl (TV Spaden) und dann mit 6:4 gegen Simone Herd (Oldenburger Schützen) durch. Die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften Anfang März 2018 des Deutschen Schützenbundes scheint damit erreicht zu sein. Beachtenswert ist dabei, dass Ina Mielke erst seit knapp drei Jahren diesen Sport nachgeht und nun der erste größere Titel gewonnen wurde.

Weiterhin haben Michael Nackhorst mit 566 Ringen den 5. Platz, Sven Allan mit 529 Ringen den 26. Platz und Reiner Kottke mit 406 Ringen den 29. Platz in Ihren Klassen erreicht.

Unsere Bogenschützen bei den Deutschen Meisterschaften

Der Deutsche Bogensport- Verband 1959 e.V. (DBSV) richtet am 09.und 10. September 2017 in Schwedt seine DM für Damen und Herren in Form einer Großen FITA aus. Zu dieser DM hatte sich Ina Mielke qualifiziert.

Am Samstag wurden die ersten zwei Entfernungen (je 36 Pfeile auf 70m und 60m) bei kühlem und regnerischem Wetter geschossen. Sonntag waren die Wettervoraussetzungen bestens. Der Himmel war sonnig bis bedeckt, die Temperaturen nicht zu hoch und es gab kaum Wind. An diesem Tag wurden von allen Bogensportlern je 36 Pfeile auf 50m und 30m geschossen.

Mit 1134 Ringen erkämpfte sich Ina Mielke in der Damenklasse Recurve einen guten 7. Platz und konnte somit das Ergebnis aus den Meisterschaften vom letzten Jahr bestätigen.

Bereits am 19. und 20. August 2017 in Leipzig durfte Uwe Schlichtung in der Altersklasse Ü55 Recurve ran. Leider hatte er kein so gutes Wochenende erwischt und belegte mit 941 Ringen nur den 25. Rang.

30 Jahre Bogenabteilung

Anlässlich des 30. Jubiläums der Bogenabteilung des Hagener Schützenvereins von 1848 e.V. fand am 06. August 2017 ein kleines Turnier statt. Da es das erste Turnier dieser Art in Hagen war, war die Anspannung in den Tagen davor zu spüren. Wurde an alles gedacht, was fehlt noch und vor allem, wie wird das Wetter?

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann an die Scheiben. Zuvor überbrachte der Vorsitzende des Hagener Schützenvereins, Ernst-Johannes Holze, einige Glückwünsche und Grußworte. Bogenschützen aus Abbehausen, Alfstedt, Neuenwalde, Spaden, Wischhafen und Wulsdorf gingen an die Bögen und dann damit ans Werk.

Geschossen wurde auf 30 Meter. Jeweils 3 Schützen bildeten eine Mannschaft, die ihr jeweiliges Mannschaftsergebnis notierte. Es sollten 5 Passen bis zum Mittag und dann nochmal 5 Passen geschossen werden. Schnell zeigte sich, dass der Zeitplan nicht der Realität entsprach. Kurzerhand wurde der geplante Ablauf auf 6 Passen aufgestockt und die Anzahl der Durchgänge auf insgesamt 4 verdoppelt.

Die Helferinnen und Helfer des gastgebenden Hagener Schützenvereins hatten alle Hände voll zu tun, damit in der Mittagspause ein kleiner aber feiner Imbiss gereicht werden konnte. Neben selbstgemachten Salaten gab es noch gegrilltes vom Holzkohlegrill.

Natürlich wurden auch gekühlte Getränke gereicht, denn die Sonne meinte es sehr gut mit allen.

Nach einer Pause von einer Stunde ging es dann mit dem zweiten Teil weiter. Auch hier wurde konzentriert das Ziel weiter verfolgt die maximal erreichbare Ringzahl von 60 Ringen pro Passe zu erreichen. Dies gelang schließlich der Mannschaft, die den weitesten Anreiseweg hatte. Wischhafen hat das Kunststück vollbracht und 60 Ringe erzielt. Dies war dem Veranstalter eine Sonderurkunde wert, die kurzerhand kreiert worden war.

Unangefochtener Gewinner des Mannschaftsschießens war die Mannschaft aus Spaden mit einer Ringzahl von 1341. Auf den zweiten Platz schaffte es die Mannschaft aus Wischhafen mit 1244 Ringen, gefolgt von den Bogenschützen aus Abbehausen mit 1197 Ringen.

Foto: Kim Simon Ortgies

Auf den weiteren Plätzen reihten sich die Mannschaften aus Alfstedt mit 1164 Ringen, Neuenwalde mit 941 Ringen, Wulsdorf 1 mit 854 Ringen, Wulsdorf 2 mit 783 Ringen, Wulsdorf 4 mit 759 Ringen und Wulsdorf 3 mit 613 Ringen ein.

Ein Dank ging an alle aktiven Teilnehmer sowie an alle Helferinnen und Helfer, die sich um die sportlichen Fragen aber auch um das leibliche Wohl aller gekümmert haben. Von allen Seiten wurde das erste Turnier dieser Art in Hagen als sehr gelungen bezeichnet.

Weitere Impressionen

Vereins- und Kreismeisterschaften 2017

Am 06. Mai 2017 wurden die Vereins- und Kreismeisterschaften der Bogenschützern durchgeführt. Das Wetter hatte ein Einsehen und einige Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Somit konnte um 14 Uhr das Schießen anfangen.

Nach drei Stunden standen dann die Sieger und zweiten sowie dritten Gewinner fest:

Schülerklasse Recurve
1. Max Puvogel mit 468 Ringen
2. Thore Lücken mit mir 467Ringen
3. Nicolas Busack mit 251 Ringne
Jugend Recurve
1. Michel Niemeyr mit 540 Riungen
Schützenklasse Damen Recurve
1. Ina Mielke mit 552 Ringen
Schützenklasse Herren Recurve
1. Reiner Kottke mit 431 Ringen
2. Stefan Leier mit 246 Ringen
Altersklasse Herren Recurve
1. Uwe Schlichting mit 509 Ringen
Altersklasse Damen Recurve
1. Petra Schlichting mit 370 Ringen
Seniorenlasse Herren Recurve
1. Fritz Celligoi mit 609 Ringen
2. Wilfried Warnat mit 469 Ringen
Schützenklasse Compound Herren
1. Andre Müller mit 654 Ringen
2. Sven Allan mit 490 Ringen
Altersklasse Compund Herren
1. Michael Nackenhorst mit 661 Ringen
2. Peter Palivoda mit 560 Ringen
Blankbogen Altersklasse Herren
1. Uwe Heyer mit 81 Ringen

Bei einem geschmackvollen Abschlussgrillen klang diese Meisterschaft aus.

Frühjahrsputz der Bogenabteilung

Die Hallensaison ist abgeschlossen und nun geht es an die Saisonvorbereitungen für die Meisterschaften im Freien. Es war erstmal notwendig an der altbekannten Schützenhalle die Laubreste der vergangenen Jahre zu entsorgen. Es kam da ein stattliche Anzahl von Schubkarrenladungen Laub raus. Bei einem Stück Kuchen und einem Becher Kaffee und den ersten warmen Sonnenstrahlen ließ sich die Arbeit „fast“ im Handumdrehen erledigen.

Relegation in die Landesliga geschafft

Bogenschützen des Hagener SV schaffen die Qualifikation für die Landesliga Ost des NWDSB.

Die Recurveschützen des Hagener SV haben sich erstmalig für die Landesliga Ost des NWDSB in einer spannenden Relegationsrunde qualifiziert. Am 25.02.2017 fand in Vegesack zwischen den Bogenschützen des MTV Lübberstedt, Vegesacker SV, GSV Brillit und dem Hagener SV die Relegation statt. Die Schützen des Hagener SV konnten sich dabei gegen alle drei Mitkonkurrenten durchsetzen. Gegen den MTV Lübberstedt gab es ein 209:183, gegen den gastgebenden Vegesacker SV ein 201:200 und gegen den GSV Brillit 189:150. Mit dann 6:0 Punkten wurde die Relegation souverän gemeistert. Die Freude war riesengroß, da nach langer Zeit wieder eine Mannschaft des Hagener SV an dieser Liga teilnehmen wird. Der ebenfalls neu in dieser Serie angetretene MTV Lübberstedt wurde zweiter und qualifizierte sich ebenfalls für die Landesliga.

Für den Hagener SV traten Ina Mielke, Reiner Kottke, Franka Hergenröther und Uwe Schlichting an. Betreut und trainiert wurden die vier Schützen von Michael Nackenhorst.

Ergebnisse im Detail
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NWDSB-Landesmeisterschaft Halle

Die diesjährige Landesmeisterschaft Halle im Bogenschießen fand am 21. & 22. Januar in Bersenbrück statt.
Unter den 298 Teilnehmern waren auch 5 Schützen vom Hagener SV.
Am Samstag durfte vormittags zunächst Michael Nackenhorst in der Altersklasse Herren Compound und nachmittags Franka Hergenroether in der Altersklasse Damen Recurve ihr Können beweisen. Die Bersenbrücker Halle ist groß, modern und besitz sogar eine Zuschauertribüne. Allerdings … je nachdem wo man steht, kann das durch die Fenster einfallende Licht den Schützen stark blenden. Diese Lichtverhältnisse machten den beiden Hagener Schützen an diesem sonnigen Tag schwer zu schaffen, so dass sie leider keine Bestleistung abliefern konnten.
Michael sicherte sich mit 282 und 281 Ringen den 5. Platz
und Franka mit 236 und 240 Ringen den 12. Platz in ihren jeweiligen Klassen.
Am Sonntag mussten dann die Damen und Herren der Schützenklassen an den Start.
Wettertechnisch waren die Bedingungen wesentlich idealer als am Vortag … Nebel! Den ganzen Tag Nebel!
Vom Hagener SV hatten sich Ina Mielke in der Schützenklasse Damen Recurve und André Müller in der Schützenklasse Herren Compound qualifiziert. Des weiteren hatte sich Sven Allan über die Compound-Mannschaft einen Startplatz gesichert.
Ina, die bei der Bezirksmeisterschaft noch phantastische 563 Ringe geschossen hatte, schoß an diesem Tag leider nur 524 Ringe und landete damit auf dem 9ten Platz. Somit verfehlte sie leider um 2 Ringe die Teilnahme am anschließenden Finalschießen, an dem nur die ersten 8 Schützinnen teilnehmen dürfen.
Bei André Müller lief es hingegen wesentlich reibungsloser mit 285 Ringen im ersten und 285 Ringen im zweiten Durchgang landete er auf Platz 4.
Beim anschließenden Finalschießen durfte er dann gegen den fünftplatzierten Alexander Jagusch vom SK Tespe antreten. In einem spannenden Match hatte Alexander am Ende aber die besseren Nerven, so dass André nach einem 7 : 3 seinen Bogen einpacken konnte und am Ende des Finalschießens auf Platz 6 landete.
Sven Allan der sich erst vor wenigen Monaten für das Bogenschießen begeistern konnte und somit zum ersten Mal bei einer Landesmeisterschaft dabei war, steuerte gute 533 Ringe zum Compound-Mannschaftsergebnis bei. Mit den 563 Ringen von Michael und den 570 Ringen von André erreichte die Mannschaft in Summe 1666 Ringe und landete damit auf dem 5ten Platz.
Beste Teilnehmerin des Bez. Schützenverbandes Bremerhaven-Wesermünde war Jutta Pepperl vom TV Spaden, die sich trotz Erkältung die Silbermedaille in der Schützenklasse Damen Recurve sichern konnte.

Ergebnisse

Impressionen

Ein bisschen wie Robin Hood – Osterholzer Kreisblatt

Hagener Schützenverein ist mit Bogensportsparte erfolgreich – Sommer-Turnier zum 30-jährigen Bestehen

VON ANDREA GROTHEER

Trainer Michael Nackenhorst (im Vordergrund) ist seit 15 Jahren Bogenschütze und hat viel Erfahrung. (Andrea Grotheer)

Hagen. Die Füße parallel zur Linie aufstellen, den Kopf in Richtung Ziel drehen, den Bogen spannen, dabei die Hand unter das Kinn ziehen und die Sehne auf die Nasenspitze halten. Jetzt nur noch locker die Hand öffnen und mit dem Pfeil ins Goldene treffen – so einfach könnte Bogenschießen sein.

Doch der Selbstversuch lässt einen anderen Eindruck zurück: Der Traditionssport ist bei Weitem nicht so leicht, wie er aussieht. Ausgerüstet mit einem Armschutz, einem Streifschutz für die Brust, einem mit Pfeilen gefüllten Köcher und einem sogenannten Tab, der die Finger beim Spannen der Sehne schont, wage ich den Versuch. Doch keiner der nach Anleitung abgeschossenen Pfeile erreicht auch nur annähernd das Ziel, meine Hand möchte sich nicht so locker öffnen lassen und an meiner Haltung muss wohl noch gearbeitet werden. Die Abfolge der Bewegungen will gelernt sein, auf Anhieb ist mir der Schuss auf die Zielscheibe nicht vergönnt.

Lernen kann man das Bogenschießen bei den Hagener Bogenschützen, einer Sparte des Hagener Schützenvereins. Trainer Michael Nackenhorst ist seit 15 Jahren aktiver Bogenschütze. „Ich war ein Späteinsteiger“, sagt der 50-Jährige schmunzelnd. Als Fachsportleiter und stellvertretender Bogenreferent ist er neben dem Bogenreferenten André Müller für die Gruppe zuständig.

„Die Bogenabteilung gibt es schon seit 30 Jahren, sie ist mal sehr klein angefangen“, erinnert sich Michael Nackenhorst. Heute sei Bogenschießen ein Trendsport mit großem Zulauf. „Wir platzen sozusagen aus allen Nähten und werden in diesem Jahr unseren Trainingsstand in der Hagener Schützenhalle vergrößern“, erzählt Michael Nackenhorst. Der Erweiterung fällt ein Teil des Kleinkaliber-Standes zum Opfer. „Wir haben hier knapp 40 Mitglieder im Alter zwischen zehn und fast 80 Jahren, sogar aus dem rund 40 Kilometer entfernten Neuenwalde kommen Bogenschützen zu uns“, freut sich der Trainer über das große Interesse.

Sven Allan ist seit November dabei. Sein neunjähriger Sohn Tobias hatte das Bogenschießen in einer Projektwoche der Hagener Grundschule kennengelernt. „Er wollte das ausprobieren, so habe ich den Sport auch für mich entdeckt“, sagt der Hagener, der nun gemeinsam mit seinem Sohn zum Training kommt und schon erste Erfolge erzielen konnte. „Über die Kreis- und Bezirksmeisterschaften habe ich mich für die Landesmeisterschaften qualifiziert“, verrät er stolz.

Abschalten könne man gut beim Bogenschießen, sagt Sven Allan. Ruhe und Konzentration sei erforderlich, und man müsse sich fokussieren. „Hinter sich sollte man alles ausblenden können“, rät Michael Nackenhorst. Und spricht bei den Bewegungsabläufen, die mir auf Anhieb so gar nicht gelingen wollten, von einem Automatismus, der später entsteht. „Alles muss immer exakt gleich ausgeführt werden“, so der Rat des Trainers für den Erfolg.

Bogensport in Hagen im Bremischen (Andrea Grotheer)

Aufgrund der großen Nachfrage bietet der Verein fünf Mal in der Woche Training an. Im Winter wird in der Schützenhalle trainiert. Wenn das Wetter besser wird, trifft sich die Gruppe auf dem Kreissportplatz, wo im Sommer auch das 30-Jährige Jubiläum mit einem großen Turnier gefeiert werden soll. Gezielt wird auf Zielscheiben aus gepresstem Stroh, sogenanntem Stramit. Sie werden gekauft, eine eigene Herstellung ist nicht möglich: „Die müssen so hart gepresst sein, dass ein Pfeil, der 400 Stundenkilometer schnell ist, nicht durchgeht“, erklärt Michael Nackenhorst, dessen Pfeile diese Geschwindigkeit erreichen. Er schießt mit einem sogenannten Compound-Bogen.

Das Gegenstück zu diesem hochtechnisierten Sportgerät ist der Recurve-Bogen, der eher noch ein wenig an Robin Hood erinnert. „Wir Compounder sind technikverrückt, sobald es etwas Neues gibt, müssen wir es haben“, meint Michael Nackenhorst mit einem Schmunzeln.

Für Anfänger empfehle sich ein Recurve-Bogen, mit dem auch die Kinder und Jugendlichen der Bogensporttruppe schießen. Für Max (10) und Jonas (11) gab es einen neuen Bogen zu Weihnachten, der in den ersten Trainingsstunden des Jahres ausprobiert und eingeschossen werden muss. Beim Auflegen der Sehne hilft der Trainer, mit dem sogenannten Checker wird die Standhöhe, die Entfernung vom Griff bis zur Sehne, gemessen. Bei Max beträgt sie 20,5 Zentimeter. „Der Abstand sollte immer exakt gleich sein und muss nach jedem Aufbau gemessen werden“, erklärt Michael Nackenhorst. Die Sehne müsse ebenfalls eingeschossen und wieder nachgestellt werden. Im Gegensatz zum Compound-Bogen wird der Recurve-Bogen aufgrund seiner Spannweite für den Transport zerlegt.

Neben Talent sei auch das Material ein entscheidender Punkt für Erfolge, meint der Trainer.Ab etwa 100 Euro ist ein Bogen zu bekommen, nach oben hin gibt es keine Grenzen. Für Anfänger bietet der Verein zunächst eine Leihausrüstung an. Beim kostenlosen Probetraining kann jeder, der sich für den Bogensport interessiert, ausprobieren, ob die Sportart etwas für ihn ist.

Ina Mielke hat vor rund eineinhalb Jahren ihre Leidenschaft für das Bogenschießen entdeckt, sie hat viel trainiert und bei der Deutschen Meisterschaft im letzten Jahr den siebten Platz erreicht. Bei ihrer perfektionierten Schusstechnik lässt sich gut erkennen, wie die Abläufe aussehen sollten. Scheinbar mühelos spannt sie den Bogen und schießt mit offener Hand, wie der Bogensportler sagt. Sie hält den Bogen nicht fest, nach dem Auslösen des Schusses kippt er in ihre Hand. Damit er nicht herunter fällt, sind Hand und Bogen mit einer sogenannten Bogenschlinge verbunden. „Der Bogen soll so für den Schützen arbeiten“, erklärt Michael Nackenhorst.

Ina Mielke benutzt zudem eine Augenklappe, mit der sie ein Auge verdeckt. „Beim Zukneifen eines Auges kommt es zu einer Verzerrung“, hat der Trainer auch hier die Erklärung parat. Mit einer exakt eingestellten Augenklappe sei es entspannender. Alternativ könne man mit beiden Augen offen schießen, das sei Übungssache, sagt der Fachmann. Bogenschießen sei zudem ein sehr gesunder Sport, weiß Michael Nackenhorst, dem das Training bei Rückenbeschwerden geholfen hat. „Man baut Muskeln im Rücken, in der Schulter und in der Brust auf und muss konditionell, mental und kräftemäßig fit sein, wenn man bei Wettkämpfen mitschießen möchte“, sagt er. Die Bogenschützen sind Mitglied im Behindertensportverband, auch Rollstuhlfahrer können den Sport ausüben.

„Wir platzen sozusagen aus allen Nähten.“ Michael Nackenhorst, Trainer

Informationen über den Bogensport in Hagen gibt es unter www.bogensport-hagen.de. Michael Nackenhorst ist unter Telefon 0 47 46 / 82 63 oder 0 152 / 56 17 86 82 zu erreichen.